Sehenswertes
Alter Ortskern unter Denkmalschutz

» "Landschaftsschutzgebiet Kirschenfeld"
„Der Ort hat eine hübsche freie Lage auf den zwischen dem Steinlachtal und seinem Seitental, dem des Obwiesbaches sich unbedeutend erhebenden Nehrenberg. Der freundliche, ganz von Obstbaumwiesen umgebene Ort ist ziemlich lang gestreckt und zieht sich mit seinem südöstlichen Teil über ein kleines Seitentälchen des Obwiesbaches her“.
Mit diesen Worten beginnt die Vorstellung der Gemeinde in der Oberamtsbeschreibung
aus dem Jahre 1867. Auch heute noch ist diese prägende Einrahmung des Ortes
durch Obstbaumwiesen vorhanden, obwohl sich die Gemeindestruktur grundlegend
verändert hat und die Wohnlage um ein mehrfaches erweitert worden ist.
Unter diesen Obstbaumbeständen ist das geschützte „Kirschenfeld“
weit über die Kreisgrenze hinaus bekannt.
Für Erholungssuchende stehen in unmittelbarer Nähe bequeme Spazier-
und Wanderwege zur Verfügung die von der Gemeinde laufend unterhalten werden.
Von besonderem Reiz ist dabei das „Jägerwegle“, eine Fußwegverbindung
quer durch den Gemeindewald, in deren Verlauf Holzbrücklein über Wassergräben
und Geländeeinschnitte führen. Ein interessanter Waldlehrpfad mit
Beschreibung verschiedener Baumarten ist im Gemeindewald beschildert.
Die Freizeitanlage „Schwanholz“ mit Schutzhütte und Grillstelle
erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit bei allen Bevölkerungsschichten
und ist auch ein Ort für manch geselliges Zusammensein.
Alter Ortskern
Sehenswert
ist auch der alte Ortskern den eine stattliche Anzahl schöner Fachwerkhäuser
prägt. Die einzelnen Gebäude, vor allem die der Straße zugewandten
Wohnhäuser wiesen Gemeinsamkeiten auf, die wesentlich zur geschlossenen
Gesamtwirkung des Nehrener Ortsbildes beitragen. Dazu zählen an erster
Stelle die steilen ziegelgedeckten Satteldächer, bisweilen mit Krüppelwalm.
Im Giebelfeld finden sich häufig sogenannte Klebdächer, kleine gesimsartig
vorspringende Puldächer zur raschen Ableitung von Regenwasse. Daneben setzen
einige wenige Mansardgiebeldächer weitere Akzente. Ein weiteres, häufig
wiederkehrendes Element sind Außentreppen, die das eigentliche Wohngeschoss
vom Hof her erschließen. Da das Erscheinungsbild des historischen Ortskerns
von Nehren von besonderer heimatgeschichtlicher, wissenschaftlicher und künstlerischen
Bedeutung ist, wurde es 2003 unter Denkmalschutz gestellt.
Das
älteste Bauwerk ist die 1275 urkundlich genannte, später dem Patronen
und Schutzheiligen St. Veit geweichte Kirche. Die Kirche wurde vor einigen Jahren
renoviert und das Turmfachwerk freigelegt. Die älteste der drei Glocken
stammt aus dem Jahre 1512.
Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes zählt aber auch sicherlich das
2002 eingeweihte Bürger- und Vereinshaus, dass moderne Architektur mit
historischem Fachwerk verbindet. Es findet in der Bevölkerung und bei den
Vereinen großen Zuspruch und wird ausgiebig genutzt.
Weitere Sehenswürdigkeiten wie das 1843/44 erbaute Rathaus, das alte Schulhaus
sowei viele weitere Objekte können Sie bei einem Spaziergang durch den
Ort erleben. Nehmen Sie sich doch mal Zeit und erkunden den Ort. Sie werden
bestimmt interessante Entdeckungen machen.
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